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Mit der Entscheidung für Ihr Zelt stellen Sie die Weichen für zufriedene Tage oder unangenehme Erfahrungen. Entscheiden Sie sich auf alle Fälle nicht für eine zu klein dimensionierte Größe, denn auch Ihr Reisegepäck will einen Platz im Trockenen. Die Anzahl und Größe der Apsiden (Räume im Zelt) sind daher bei Ihrer Entscheidung wichtig. Denken Sie daran, dass Stühle und Tische, die Sie sonst im Freien benutzen, bei schlechtem Wetter eventuell im Inneren Ihres Zeltes Platz haben sollen. Die Gewichte und Packmaße variieren zwischen einzelnen Größen nur geringfügig.

Außenzeltmaterialien und Eigenschaften

Polyester: ist UV-stabil, versprödet kaum bei intensiver Sonnenbestrahlung, ist hoch reißfest, unempfindlich gegen Feuchtigkeit, leicht (68-82 g/m2) und extrem scheuerfest. Die Polyesterfaser verrottet nicht.

Polyester-Rip-Stop: ist noch reißfester und noch strapazierfähiger. In regelmäßigem Abstand von ca. 5 mm zieht sich ein kräftiger Kett- und Schußfaden durchs Gewebe und gibt wichtige Stabilität.

Nylon: versprödet kaum bei intensiver Sonnenbestrahlung hohe Scheuer- und Reißfestigkeit. Material dehnt sich aber bei Nässe und ist sehr UV-empfindlich.

Beschichtung und Eigenschaften

Polyester und Nylonmaterialien sind von Natur aus nicht wasserdicht. Dichtigkeit erreicht man durch Beschichtung des Gewebes.

Das bei hoher Luftfeuchtigkeit oder über Nacht durch Verdunstung entstehende Kondenswasser kann aufgrund der Beschichtung nicht entweichen. Die überschüssige Feuchtigkeit kondensiert am Außenzelt und läuft an der Innenseite des Zeltes ab. Dies kann nur bei ausreichender Belüftung vermieden werden. Polyurethan (PU + PE) und Silikon sind sehr hochwertige Beschichtungen mit hoher Dichte und gut geeignet für Außenzelte und Böden.

Wassersäulen = Wasserdichtheitsprüfung

Auf einer gespannten Fläche Stoff von 10 cm2 wird in einem Rohr Wasser mit seinem Eigendruck auf das Material gegeben. Der Wert, bei dem das Wasser beginnt sich tröpfchenweise durch das Material zu drücken wird als Wassersäule bezeichnet. Die DIN-Norm sieht für Außenzelte einen Wert von 1500 mm vor.

Gestängearten

Aluminium: geringes Gewicht und gute Bruchfestigkeit, Nachteil: wenn es verbogen ist, lässt es sich meist nicht mehr reparieren.

Fiberglas / GFK: günstiger Preis und Top-Leistung. Die Bruchbelastung ist jedoch sehr hoch.

Stahl: sehr robust u. schwer. Galvanisch verzinkt und sehr langlebig. Geeignet für Zelte mit langer Standzeit.

Ich persönlich neige zu Stahlgestängen, wenn das Gewicht keine große Rolle spielt. Bei modernen Rundbogenzelten kommt natürlich nur Fiberglas oder Alu in Frage.

 

Tipps:

Der dauerhafte Wert eines Zeltes steht in unmittelbarer Abhängigkeit zur Pflege:

  • Schützen Sie Ihr Zelt regelmäßig.
  • Verwenden Sie bei feuchter Reinigung eine milde Seifenlauge und einen weichen Schwamm. Benutzen Sie keine Insektensprays, da die öligen Zusätze die Wasserdichtigkeit verschlechtern.
  • Bewahren Sie Ihr Zelt trocken auf.

Ein Zelt erhält seine Stabilität durch richtiges aus- und abspannen der Zelthaut. Materialdefekte haben häufig Ihre Ursache in der nicht ausreichenden Befestigung. Nutzen Sie alle am Zelt angenähten Abspannmöglichkeiten. Achten Sie darauf, dass die Abspannpunkte am Boden im richtigen Winkel zum Zelt stehen, senkrecht eingeschlagene Erdnägel oder Heringe lockern sich leichter als in Gegenrichtung schräg befestigtes Abspannzubehör.