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Die Hinterachse ist überlastet, das Wohnmobil hat zu wenig Bodenfreiheit oder es hängt schräg nach hinten. Die Lösung ist in den meisten Fällen der Einbau eines Luftfedersystems

Technik:

Bei den meisten Luftfedersystemen wird der vorhandene Anschlagpuffer durch einen Luftbalg ersetzt. Der Gummibalg wird mit Luft aufgeblasen und kann so an unterschiedliche Federungsbedürfnisse angepasst werden. Meistens werden Luftfedersysteme nur an der Hinterachse eingebaut.

 

Varianten:

Einkreissysteme:

Einkreissysteme sind in der Installation einfacher, da beide Luftbälge nur über eine Leitung versorgt werden. Sie können aber auf unterschiedliche Belastungen durch unterschiedliche Gewichtsverteilung nicht eingestellt werden.

Zweikreissysteme:

Bei Zweikreissystemen werden die beiden Luftbälge getrennt von einander mit zwei Leitungen versorgt und können so mit unterschiedlichem Druck aufgepumpt werden. Dadurch können Höhenunterschiede auf Grund von unterschiedlichen Beladungen (z.B. Wassertank, Heizung und Kühlschrank auf einer Fahrzeugseite) ausgeglichen werden. Wenn der Niveauunterschied nicht zu groß ist, kann im Stand oft auch auf den Einsatz von Ausgleichskeilen verzichtet werden. Das Fahrzeug kann bequem per Knopfdruck durch unterschiedliches Aufpumpen ausgerichtet werden.

Moderne Luftfedersysteme haben in beiden Varianten einen Kompressor, der im Fahrzeuginnenraum eingebaut wird. Die Einstellung erfolgt über Aufpumpen durch den Kompressor oder simples Ablassen von Luft über ein Ventil. Der jeweilige Druck des Systems kann über ein Manometer abgelesen und überwacht werden. Dabei ist auf den minimalen und maximalen Druck, der durch den Hersteller vorgegeben ist, zu achten.

Vorteile:

Luftfedersysteme verbessern die Fahreigenschaften des Fahrzeugs. Je nach Bedarf kann druch unterschiedlichen Druck die Federung auf Hart oder Weich eingestellt werden. Bei schrägen Auffahrten z.B. auf Fähren kann man das Heck um bis zu 10 cm anheben und so Beschädigungen vermeiden. Je nach Fahrzeugtyp und Hersteller des Luftfedersystems kann die Hinterachslast und damit das höchstzulässige Gesamtgewicht erhöht werden.

Wann macht ein Luftfedersystem Sinn?

Luftfedersysteme sind bei Anhängerbetrieb, bei großen Überhängen (das Fahrzeug ragt weit hinter die Hinterachse) und vor allem bei Motorradträgern sinnvoll.

Aber Achtung:

Ein Luftfedersystem ist auf keinen Fall ein Freibrief für die Überladung des Fahrzeuges. Obwohl das Fahrzeug dank der Luftfeder hinten einwandfrei gerade steht und keine Neigung nach hinten aufweist, kann das Fahrzeug überladen sein. Dadurch ändern sich die Fahreigenschaften gefährlich und einzelne Komponenten (Radlager, Reifen …) können stark überlastet werden!